Die Geschwaderfahrt geht weiter. Zumindest fahren wir vom gleichen Hafen aus los und haben den gleichen Zielhafen.
Um die Bremerhavener mal zu trösten, denen ja vor nicht allzu langer Zeit eine Mole samt „ikonischem“ Leuchtturm ins Wasser gekippt ist: Die Kerteminder haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen:

Da die Boote sich im Gewicht kaum, in der Länge aber um gut 2 m unterscheiden, ist eigentlich schon vorher klar, wer zuerst ankommt. Von Kerteminde also aus der Bucht raus und Richtung Süden, durch die Große-Belt-Brücke nach Nyborg. Am CPA (Closest point of approach) wurde fotografiert und zurück fotografiert.


Das im Großen Belt manchmal etwas mehr Strom stehen kann, als man gemeinhin erwartet, war schon bekannt. Trotzdem waren wir überrascht, wieviel Strom hier steht. Da unsere Logge an zweifelhafter und unzuverlässiger Kalibrierung litt und auch immer noch leidet und die von Anna und Tom es vorzog, gar nichts anzuzeigen, haben wir keine Werte. aber zwei Knoten sollten es schon gewesen sein.

Die Brücke über den Belt besteht aus zwei Teilen, dem östlichen mit der Hängebrücke und dem westlichen aus vielen Stahlbetonteilen. Der reicht mit 17 m Höhe für uns völlig aus. Man weiß es. Aber es ist trotzdem ein eigenartiges Gefühl, weil aus der Froschperspektive einer Segelyacht die Höhen von Mast und Brücke visuell nicht zu erfassen sind.


Da wir Nyborg in dieser Reihe auch schon bearbeitet haben, siehe hier, nur ein paar Ergänzungen.
Nyborg hat eine ganz ansprechende Innenstadt mit viel historischem und einen weitgehend erhaltenen Festungsgürtel. Wenn auch nicht so einheitlich wie Frederica, mehr so vom Typ „beim Machen so geworden“. Mit Beiträgen aus mehreren Jahrhunderten. So kann man gut sehen, wie sich der Festungsbau im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und verändert hat.





Als nächstes Ziel hat Tom Dagelökke vorgeschlagen. Da waren wir noch nie. Weil: Wenn man aus dem Svendborg-Sund kommt, ist es zu nah. Wenn man aus dem Smallands-Fahrwasser kommt, ist es zu weit. Wenn man allerdings aus Nyborg kommt und Kinder dabei hat, ist es genau richtig. Und wie wir jetzt wissen: Es gibt auch sonst gute Gründe, dort anzulegen. Auch wenn es nicht ganz billig ist und manche Teile der Infrastuktur dem vereinten Ansturm von Yachties und Wohnmobilisten/Wohnmobilierenden nur knapp gewachsen sind: Wir weden Dagelökke in die Liste unserer dänischen Lieblingshäfen aufnehmen. Nicht nur wegen der Frösche.





Wir haben 5 der Schein-Bronzen gezählt. Plus ein Betonfrosch. Und zwei Strände, ein Restaurant und einiges mehr. Alles sehr ansprechend. Nur nicht viele Liegeplätze.
Die nächste Etappe hat unser Geschwader dann zerrissen. Oma und Opa haben etwas früher abgelegt, die Jüngeren sind ja sowieso schneller. Treffpunkt war Strynö, zwischen Rudköbing und Marstal. Die jüngeren sind dort nicht angekommen, weil der oder die eine oder andere seekrank wurde, und sind in den Svendborgsund abgebogen. Oma und Opa sind nicht angekommen, weil sie wegen günstigem, nicht vorhergesagtem Wind gleich weiter nach Marstal sind. Wären gerne nach Strynö, haben aber leider noch andere Termine und daher vorgezogen, etwas näher an die deutsche Küste zu kommen.
Das so eine Flottille oder ein Geschwader ausieinander fällt, ist aber auch schon Magellan und Columbus passiert. Nur so zum Trost für uns selber.








