Des Morgens hat man ihn zwar noch nicht verspürt, den Hauch von Sommer, aber er war angesagt. Immerhin, es hat nicht geregnet. Also zum Leuchtturm, schon wegen des unvermeidlichen Fotomotivs.
Als der neu war, gehörte die Gegend noch zu Preussen!
Dann mit Wind Richtung Norden. Allerdings nur bis etwa zum Nordende des Aarösunds. Dort wurde der Wind immer schwächer, die meisten Segler um uns herum mochten aber die Hoffnung nicht aufgeben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Erst bei der Einfahrt in den engen Teil des kleinen Belts gabs dann wieder Wind. Vier Stunden für 12 Meilen zeigen: Wir haben es versucht. Der Weg iyst das Ziel.
Middelfart liegt an der engsten Stelle des kleinen Belts, da wo heute die Brücken – eine Straßen- und eine Eisenbahnbrücke – und Unmengen von Kabeln den Belt queren.
Früher drei Fähren, Wobei die von Middelfart eben die mittlere war. Die Silbe „fart“ entsprich mithin dem deutschen „Fahrt“ und hat nichts mit dem gleich geschriebenen englischen Begriff zu tun!
Nochmal zu Langballigau, wo wir nun endlich nicht mehr sind. Wir haben gelernt, dass die meisten Liegeplätze dort Flensburgern gehören, die keine Lust haben, immer erst durch „Die blöde Innenförde“ zu fahren, wenn sie segeln wollen. Platz für Gäste gibt’s eigentich nur, wenn ein Flensburger rausfährt.
Als einer der Flensburger Segler dann Morgens rein kam, musste er ein bisschen warten. Wir waren zwar schon in den Vorbereitungen, aber ganz so schnell geht es dann doch nicht. Nun hat er seinen Platz wieder und wir sind unterwegs. In kurzen Etappen, das Wetter will es so.
Einmal Langbailligau – Dyvig. Wer die Gegend nicht kennt, Dyvig ist eine Bucht im Norden von Als, am Alssund, sehr tief eingeschnitte und mit einer sehr engen Einhfahrt. Ganz ganz früher mal der Hafen von Nordborg, dann eine Bucht um geschützt zu ankern, dann eine Bucht mit Kro und Steg, jetzt eine Bucht mit 2 Yachthäfen und Ferienwohnungen. Ankern kann man aber immer noch.
Vor die Einfahrt in den Alssund haben die Planer und Ingenieure die Brücke in Sonderburg gesetzt. Und die wird nur einmal pro Stunde geöffnet. Immerhin gibt es für die wartenden Segler und Motorbootfahrer die Möglichkeit, für kurze Zeit an der Kaje und in Sichtweite des Sonderburger Schlosses festzumachen.
(Des dänischen Mächtige unter den geschätzten Lesern mögen mir verzeihen, dass ich mich der/des deutschen Namen bediene. Dänische Umlaute auf deutschen Tastaturen sind die Hölle.)
Christian X Brücke Sonderburg
So richtig sommerlich ja noch nicht, aber wenigstens trocken und seglen ohne Reff. Bis Dyvig, siehe oben.
Die interessante ....Ein- und ..Ausfahrt von .... Dyvig
Der Wind hat dann leider gerade eben so bis zum Nordende von Als gereicht und hat dann erst im Aarösund wieder eingesetzt. Uns bis zum Hafen von Aarö gebracht und dann das uns zur Zeit sattsam bekannte vorgezogene Herbstwetter wieder einzuleiten.
Die LaguneKirchenschiff (alternative Bedeutung)Aarö