Fast letzter Teil

Rendsburg ist ja die einzige größere Stadt am NOK. Man kann mit dem Boot ganz nah am Zentrum anlegen. Leider haben damals, als es den NOK noch gar nicht gab, die Eisenbahnplaner die Schienen zwischen Eider und Stadt verlegt. So ist das Zentrum zwar zum Greifen nah, aber doch nur mit einem kleinen Umweg erreichbar und man hört den einen oder anderen Güterzug vorbei fahren. Ist ja immer noch die wichtigste Schienenverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Noch. Das ist der Nachteil der Sache.

Dank der Bahnlinie kommt man recht bequem an die umliegenden und weiter weg liegenden Ortschaften, z.B. auch Hannover. Das ist der Vorteil an der Sache. Und da wollten wir ja hin. Über die hier schon früher mal erwähnte Rendsburger Hochbrücke.

Also Hannover, über Uelzen, mit geplantem und ungeplant verlängertem Aufenthalt, wie das bei der deutschen Bahn so üblich ist. Man ist ja schon froh, dass man sich nicht mehr an hochgradig bescheuert gemachten Fahrkartenautomaten ne Krise holen muss.)

Der hundertwässrige Uelzener Bahnhof

In Hannover über App gebuchtes Hotel. Raumgestaltung etwas unerwartet, ansonsten aber völlig in Ordnung. Eben mal was anderes.

Old Style, damit hatten wir nicht gerechnet.

Rendsburg-Brunsbüttel Kanalhafen, kein besondere Vorkommnisse.

NOK westwärts. Die Sportboote auf natürliche Weise durch die Schleuse in Holtenau in Grüppchen portioniert. Wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen die Grüppchen dann auseinander. Manche legen eine Zwischenübernachtung ein, andere rattern durch. In Brunsbüttel kommen sie dann zeitlich gut verteilt an. Aber dann: Alle die nach Westen/Norden wollen, wollen raus, sobald der Tidenstrom kentert. Also ’ne gute Stunde nach lokalem Hochwasser. Einerseits. Andererseits weiß man nie so genau, wann man dran kommt. Durch den derzeitigen Baustellenbetrieb und die Tatsache, dass öfter mal die eine oder andere Kammer nicht zur Verfügung steht, bilden sich doch recht gesellige Wartekollektive vor und in der Schleusenkammer. Leider hatten wir das Pech, dass uns kurz vor Einlaufen in die Kammer das rote Licht gezeigt wurde und wir mal wieder im Kanal warten mussten. Berufsschiffe haben halt Priorität.

Eine Nacht in Cuxhaven. Unklugerweise in der Nähe der Hafeneinfahrt. Obwohl hinten bei den kleinen noch der eine oder andere Platz gewesen wäre. Wir wissen es doch eigentlich. Ansonsten etwas voll, offenbar gehen in den Niederlanden die Ferien zu Ende und alle wollen zurück.

Am nächsten Morgen kurz vor dem hell Werden raus, die Elbe runter und nach Wangerooge.

Sonnenaufgang auf der Außenelbe

Überfahrt ohne besondere Vorkommnisse, außer einem Fall akuter Seekranheit.

Ein Tag auf Wangerooge, „starke Wärmebelastung“ in Norddeutschland, hier ist es noch am angenehmsten.

Morgen nur noch 16 Grad und Nordwind und weiter zur Weser. So der Plan.

Wetterlücke

Vorhersage Nordwest 5, Schauer- und Gewitterböen. Mehrere Tage ohne Gewitter, zumindest keine da, wo wir waren. Windfinder sagt nichts von Gewittern, DWD zeigte gestern Gewitter in 30 km Entfernung. Die beste Prognose ist, zumindest kurzfristig, immer noch der Blick auf den Himmel. Also los, für das kurze Stück von Maasholm bis in die Kieler Förde reicht das. 

Trotz der Schauerböen haben wir es geschafft, nicht nass zu werden. Jedenfalls nicht von oben.

Die Oslofähre, nicht eben zierlich, hat ihren Fahrplan so gestaltet, dass sie uns genau an der engsten Stelle am Leuchtturm Friedrichsort begegnen konnte. Geschickt, nicht?

Auf der Förde wird es einfacher, hier ist es relativ geschützt.

In Möltenort festgemacht für zwei Tage, gegenüber der Kanalschleuse.


Einen Vereinskameraden auf seinem neuen Langfahrtenschiff besucht. Wir waren schwer beeindruckt vom Schiff, werden es aber wohl nie an der heimischen Steganlage sehen.

Wir wollen weiter durch den NOK und dort in Rendsburg eine Pause einlegen, weil wir aus Gründen, die nun ausnahmsweise nichts mit der Seefahrt zu tun haben, einmal nach Hannover wollen. Das geht von Rendsburg besonders gut, weil der Bahnhof fast neben dem Hafen steht. Nur fast, leider liegen die Schienen dazwischen. Aber man kommt zu Fuß gut hin.

Vor Rendsburg haben die Verkehrsplaner die neue Rader Hochbrücke gesetzt. Auf der Hinfahrt fehlte da noch das Mitttelstück, jetzt ist es drin.

Inzwischen haben uns die Böenwarnungen sogar hier, mitten in Schleswig-Holstein, eingeholt. Böen bis 7 Bft. Und das Boor ruckt an den Leinen, fast wie an der Küste.

Morgen ein Tag Rendsburg und „umzu“, dann nach Hannover und dann geht’s weiter.