Wetterlücke

Vorhersage Nordwest 5, Schauer- und Gewitterböen. Mehrere Tage ohne Gewitter, zumindest keine da, wo wir waren. Windfinder sagt nichts von Gewittern, DWD zeigte gestern Gewitter in 30 km Entfernung. Die beste Prognose ist, zumindest kurzfristig, immer noch der Blick auf den Himmel. Also los, für das kurze Stück von Maasholm bis in die Kieler Förde reicht das. 

Trotz der Schauerböen haben wir es geschafft, nicht nass zu werden. Jedenfalls nicht von oben.

Die Oslofähre, nicht eben zierlich, hat ihren Fahrplan so gestaltet, dass sie uns genau an der engsten Stelle am Leuchtturm Friedrichsort begegnen konnte. Geschickt, nicht?

Auf der Förde wird es einfacher, hier ist es relativ geschützt.

In Möltenort festgemacht für zwei Tage, gegenüber der Kanalschleuse.


Einen Vereinskameraden auf seinem neuen Langfahrtenschiff besucht. Wir waren schwer beeindruckt vom Schiff, werden es aber wohl nie an der heimischen Steganlage sehen.

Wir wollen weiter durch den NOK und dort in Rendsburg eine Pause einlegen, weil wir aus Gründen, die nun ausnahmsweise nichts mit der Seefahrt zu tun haben, einmal nach Hannover wollen. Das geht von Rendsburg besonders gut, weil der Bahnhof fast neben dem Hafen steht. Nur fast, leider liegen die Schienen dazwischen. Aber man kommt zu Fuß gut hin.

Vor Rendsburg haben die Verkehrsplaner die neue Rader Hochbrücke gesetzt. Auf der Hinfahrt fehlte da noch das Mitttelstück, jetzt ist es drin.

Inzwischen haben uns die Böenwarnungen sogar hier, mitten in Schleswig-Holstein, eingeholt. Böen bis 7 Bft. Und das Boor ruckt an den Leinen, fast wie an der Küste.

Morgen ein Tag Rendsburg und „umzu“, dann nach Hannover und dann geht’s weiter.

Dichtung und Wahrheit

oder was uns der Wetterbericht erzählt

Es gibt Wetterlagen, da sind die Vorhersagen schwierig. Eine solche haben wir wohl gerade.
Nach Vorhersage – Windfinder, DWD, DMI – hätte das eine Motorbootfahrt werden sollen. Die Hälfte der Strecke Marstal – Schleimünde konnten wir dann aber doch segeln. Nicht rasend schnell, aber immerhin. Irgendwann muss man es ja einsehen und den Diesel anlassen, wenn die Geschwindigkeit dauerhaft unter 2 Knoten bleibt. Man möchte ja auch noch einen Platz im Hafen finden.

Abfahrt von Ärö

Schleimünde gehört eigentlich zu unserem Standardprogramm, wenn wir in der Ostsee sind. Da es hier statt der üblichen und langweiligen Plastikbänder ein farbiges Wollfädchen als Nachweis dafür gibt, dass man bezahlt hat, haben wir davon eine bunte Sammlung am Bugkorb hängen.
Letztes Jahr waren wir nicht in dieser Gegend, davor war der Hafen etwas von der Sturmflut im Oktober 23 gebeutelt und zeitweise sogar geschlossen.
Inzwischen funktioniert er wieder, ist wiederhergestellt und auch etwas anders organisiert.
Die Spuren des Hochwassers sind aber immer noch zu sehen.

Schleimünde alias Lotseninsel

Da es uns bei Ostwind in Schleimünde etwas zu sehr geschaukelt hat, sind wir nach Maasholm, gleich nebenan. Laut Vorhersage sollte die Ostwindlage mit Gewittern und Böen bis 10 Bft zu Ende gehen und dem Westwind Platz machen. Der Westwind kam, wenn auch später als angesagt, die Böen  blieben aus.
Leider wurde der Westwind dann aber kräftiger als vorhergesagt und wir warten jetzt auf eine Wetterlücke, um nach Kiel zu kommen. Heute sind Böen 8 Bft vorhergesagt, zumindest beim DWD, und die sind hier wirklich unterwegs.

Draußen auf der Ostsee sind kaum Boote unterwegs und die Rettungskreuzer der Umgebung hatten heute gleich mehrere Einsätze.