Prelude

Vorspiel zum Prelude

oder auch andersrum.
Martha hat dieses Jahr noch keine lange Strecke zurückgelegt: Vom Kran zum Liegeplatz, vom Liegeplatz zum Mastkran und vom Mastkran wieder zum Liegeplatz. Und zwischendurch nochmal ein paar Meter auf der Weser zum Anschippern. In Summe so 2-3 Meilen, nautisch.

Die Besatzung dafür schon ein paar Meilen mehr.

Ein Freund und Vereinskamerad hat sein Schiff verkauft, die Käufer brauchten ein wenig seemännische Unterstützung und so hat der Autor einen Teil der Mittelweser erstmals von unten nach oben befahren: von Hoya bis zum Mittellandkanal. Bin zwar an der Weser aufgewachsen, in der Richtung hab‘ ich sie aber noch nie befahren, von ganz kurzen Stücken abgesehen.

In Hahlen am Mittellandkanal durfte und konnte der Amateur-Lotse dann wieder von Bord gehen und mit dem Taxi und der Bahn nach Bremen zurück fahren. Was zwar geringfügig schneller ging als die Fahrt dei Weser rauf, aber dank der Deutschen Bahn auch nicht ganz frei von Überraschungen war.

Prelude

Nach dem Vorspiel zum Vorspiel jetzt das Vorspiel zur Saison. Anna und Tom haben sich ein neues (gebrauchtes) Boot geauft. Das Boot liegt in Munkmarsch, Sylt, und soll da weg, weil der Voreigner den Liegeplatz braucht. Beide arbeiten und haben schulpflichtige Kinder. Tom kann das Boot nicht allein fahren, schon aus rechtlichen Gründen nicht. Oma und Opa werden gefragt und müssen ran.

Navigatorische Ausgangslage: Das Zeitfenster mit dem günstigen Wetter ist leider ein Zeitfenster mit ungünstiger Tide, HW am Nachmittag.

Plan: Von Munkmarsch (fällt hoch trocken) raus, sobald es geht, dann nach Helgoland. Am nächsten Tag von Helgoland zur Eider und dann weiter durch den NOK zur Ostsee. Da soll das Boot diesen Sommer liegen, damit man es segelnd kennen lernen kann, ohne sich dauernd mit der Tide beschäftigen zu müssen.

Ausführung:


Auf Helgoland spät und bei Dunkelheit angekommen, dafür früh abgefahren. Wenn’s die Tide denn so erfordert … Was muss, das muss.

Auf der Eider bis Tönning, „Stammbesatzung“ Anna, Tom, Jonna, Smilla wieder an Bord. Weiter die Eider aufwärts bis Süderstapel, die Hilfskräfte von Bord. Stammbesatzung fährt weiter.

Das Abenteuer mit der Giselauschleuse kann der Chronist nicht wiedergeben, weil er es auch nur aus zweiter Hand kennt. Er weiß aber aus eigener Erfahrung, dass die nicht so zuverlässig funktioniert, wie es eigentlich sein sollte. Vieleicht gibt’s zu dem Thema noch einen Nachtrag/Einschub.
Ab Rendsburg durften Oma und Opa das Schiff dann nochmal übernehmen und bis Kiel bringen. Da liegt es jetzt, bis die Stammbesatzung Zeit hat und weiter fährt zu ihren Sommerhafen.

Autor: cord

Hat mal Physik studiert, aber fast alles wieder vergessen. Hat jetzt altersbedingt viel Freizeit und segelt gerne. Oder macht Musik. Verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Und inzwischen zwei Enkelkinder.

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