Sie ist wieder da …

Sie ist wieder da, die Martha. Nach einem Jahr der Zurückhaltung beim Segeln und der vollständigen Blog-Abstinenz. Nicht freiwillig, einiges funktionierte nicht mehr so, wie es sollte. Schiff repariert, mit Garantie. Skipper repariert, leider gibt’s aber bei Ärzten keine Garantie. Reparaturen bei der Skipperin weit gediehen, wenn auch noch nicht abgeschlossen.
Ansegeln gleich Probefahrt, von Bremen nach Bremerhaven. Bei teils sonnigen, aber immer saukaltem Wetter. Es zeigt sich auch, was nicht funktioniert – eben Probefahrt. Am Anfang der Fahrt haben wir noch diskutiert, ob unsere Genua den Belastungen des Segelns noch gewachsen ist und wann wir sie zum letzen Mal haben durchsehen lassen. Jetzt, nach zwei Tagen, wissen wir’s. Also gleich am Montag Morgen zum Segelmacher. Aber besser jetzt, im Bereich bekannter Versorgungsleistungen, als irgendwo weit weg, wo man viel Zeit und Mühe aufwenden muss, um einen Segelmacher zu finden. Der geschätzte Langzeit-Lesende dieser Publikation erinnert sich vielleicht: Es ist, oder wohl demnächst, war, immer noch das gleiche Segel, dem wir schon den Besuch von Aberdeen verdankten. Zurück also mit Arbeitsfock – so etwas nach eigenen Angaben gefertigtes zwischen Fock und Sturmfock, bei angesagten Böen bis 7 Bft auch nicht ganz verkehrt.
Gestern Besuch beim WSA, mit Revierzentrale.
Schon interessant, mal zu sehen, wer und was so hinter den Stimmen steht, die man sonst nur aus dem Off, sprich UKW-Seefunkgerät, kennt.

Verkehrsleitzentrale

Und Tonnen von Tonnen, wie man sie pflegt, ausbringt etc pp.

Tonnen von Tonnen

Nachtrag

Die Reise war nicht auf den ostfriesischen Inseln zu Ende, natürlich nicht. Aber dort setzte sich die gefühlte Normalität, das Zu-Haus-Gefühl, durch. Und über die Normalität berichtet es sich so schlecht. Weshalb der Chronist das Nicht-Fertig-Gefühl lange verdrängt hat, sogar gegen die Ermahnungen seiner besseren Hälfte.
Jetzt also der Abschluss, zumindest für die Saison 2017: Wangerooge, Hooksiel, Bremerhaven, Weser rauf bis Elsfleth. Letzter Halt vor dem Heimathafen. Besuch der nächsten (nicht alle) und übernächsten (alle) Generation. Spielplatz, Strand – fast so wie damals.

Die übernächste Generation

Zurück im zum Ausgangshafen. Letzte Aktion dieser Reise: Im heimatlichen Bächlein, der Ochtum, einmal trocken fallen lassen und nachsehen, warum das Ruder so fürchterlich zu einer Seite zieht. Gefunden: Relativ wenige Algenfäden an einer Seite. Nach Abbürsten der Selbigen alles wieder in Ordnung. Das so wenig Grünzeug solch einen Einfluss haben kann, ungläubiges Erstaunen. Aber außer zu den Vereinsveranstaltungen wurde das Boot nicht mehr bewegt. Das war bislang immer so, seit wir längere Reisen mache: Wenn man wieder zu Hause ist, okkupieren einen die „sonstigen gesellschaftliche Verpflichtungen“.  Und natürlich auch die familiären. „Boot“ ist dann eigentlich nicht mehr. Außer, um daran zu arbeiten. Aber das ist ein anderes Kapitel.