Da windstilles oder zumindest windarmes angeagt Wetter, sind wir ins Marstaler Schifffahrtsmuseum. Da waren wir schon ewig nicht mehr drin und können es jedem empfehlen. Gilt für alle Altersgruppen und auch für Leute, die des Dänischen nicht mächtig sind.
Noch ’ne Martha, für die jüngern Museumsbesucher
Während wir uns im Museum mit alten Schiffen beschäftigt haben, haben sich die alten Schiffe mit Marstal beschäftigt und sind gar zahlreich in den Hafen eingelaufen. Der Grund war
Marstal war ja immer schon eine Stadt, die fast ausschließlich von der Seefahrt gelebt hat. Wenn man die Yachties mitzählt, ist das eigentlich auch heute noch so. Da ist es natürlich geradezu unumgänglich, wenn eine Veranstaltung mit alten Seglern auch Marstal als Etappenziel hat. Selbst, wenn Marstal genau genommen ja gar nicht auf Fünen liegt.
Jedenfalls wurde der Hafen gegen Abend schnell sehr voll. So viele historische Segler findet man wohl kaum irgendwo zu gleicher Zeit an einem Ort. (Ich hätte nicht geglaubt, dass es überhaupt noch so viele gibt, noch dazu in funktionsfähigem, seetüchtigen Zustand.)
Es kommen .... noch mehr
Am nächsten Morgen dann fröhliches Abschiedshupen, und als wir ausliefen, waren sie alle schon wieder unterwegs Richtung Svendborg. Wir haben uns dann mit hinreichend kräftigem Nordwest auf den Weg nach Kiel gemacht.
Der Schreiber hat seine Aufgabe zu schreiben etwas vernachlässigt. Daher hier eine Zusammenfassung.
Was zuletzt geschah: Otterndorf hat uns zum Abschied noch mit einem Hochwasser deutlich über mittlerem Hochwasser beglückt.
Nächste Station Cuxhaven. Dort einen Tag Aufenthalt wegen Flaute und Freunde getroffen, die Neuwerk besucht hatten.
Für den folgenden Tag war Südwind vorhergesagt, der dann gegen Abend langsam auf Südwest drehen sollte. Am Morgen des besagten Tages hatte die Wetter-App es sich aber anders überlegt und hat uns erfolgreich weisgemacht, dass um 11 Uhr ein Frontdurchgang mit anschließender abrupter Winddrehung zu erwarten sei. Worauf wir unsere Planung, ebenfalls abrupt, geändert haben und statt Helgoland Bremerhaven als Ziel vorgesehen haben.
Die Windrichtungen waren so wie ursprünglich vorhergesagt, der Wind drehte langsam, es war genug davon da und wir sind in einem Zug und ohne Einsatz fossiler Brenstoffe (oder E-Fuels) von Cuxhaven bis zur Bremerhavener Sportbootschleuse.
Da es recht windig und damit auch „spritzig“ war, gibt’s davon keine Fotos. Salzwasser ist schlecht für Kameras und Nieselregen schadet der Farbwiedergabe.
Was tun in Bremerhaven? Da man von Bremen aus mit dem Boot Bremerhaven gut in einer Tide erreichen kann, alles, was nördlich davon liegt, aber nicht oder nur bedingt, meinen wir, schon alles sehenswerte gesehen zu haben. Ausgiebige und intensive Studien des Stadtplans brachten uns dann auf den Bremerhavener Bürgerpark, Ok.
Bürgerpark Bhv
Das Deutsche Schiffartsmuseum, zur Zeit im Umbau. (Trauriger Zwischenzustand. Hoffentlich.)
Muskelkraft gefragt Feineinstellug
Besuch von Freunden, Essen gehen. Freude wieder weg. Und nun? Was tun? Wenig Wind, Hochwasserzeiten ungünstig. Unter Motor die Außenweser runter und übers Watt nach Horumersiel. Bisschen Wind, bisschen segeln. Übernachtung. Wenig Wind, wieder ein bisschen Segeln. Aber wirklich nur ein bisschen, denn segeln mit 2 Bft von hinten gegen den Strom sollte man hier nicht zu lang ausdehnen, sonst ist das Wasser weg.
In der Telegrafenbalge, dem Wattfahrwasser südlich Wangerooge, haben wir dann noch einen Unterwasser-Fremdkörper ein Stück mitgenommen, bis wir endlich verstanden haben, warum das Boot so langsam wurde und schließlich stand und so ungewohnt vibrierte und das Echolot nichts anzeigte. Haben uns durch Segel bergen und rückwärts fahren davon befreit, wissen aber noch immer nicht, was wir da mitgenommen haben. Ist unter Wasser geblieben. Nun liegen wir auf Wangerooge im Päckchen, längseits von Freunden. Für treue Leser dieser Berichte: Die Anouks, mit denen wir auch schon in Stockholm waren.