Feudalismus und Pomp

.. statt Freiheit und Abenteuer.

Das Wetter als Basisthema beim Segeln: Man kann bei dem Wetter unterwegs sein. Wenn man dafür bezahlt wird oder sich unbedingt selbst etwas beweisen muss.

Wir werden nicht dafür bezahlt und urlauben. Daher liegen wir, bzw. das Boot, die meiste Zeit in Häfen und nutzen nur die, leider reichlich seltenen, Abschnitte mit einigermaßen zuträglichem Wetter zum Segeln.

2 Tage Möltenort, dann raus mit Ziel Schleimünde. Das ging, bei nicht allzu sommerlichem Wettter aber günstiger Windrichtung ganz gut. Bis vor die Schleimündung. Der Hafen von Schleimünde war dann sehr leer und der Wind so kräftig, dass man wohl nur einen Versuch zum Anlegen gehabt hätte. Mit einem Manöver, das wir noch nie geübt haben – wann legt man schon bei solchem Wind an. Wir haben’s gelassen und sind nach Maasholm. Da hat man Abdeckung und das Anlegen ist kein Problem.

2 Tage Maasholm. Man kennt zwar schon so ziemlich alles, bis auf den Hafen ist Maasholm ja ziemlich übersichtlich, aber hübsch.

Wieder mal ein Tag mit brauchbarem Wetter. Eigentlich mehr ein halber oder dreiviertel Tag mit brauchbarem Wetter. Sonderborg, Gelting, LA? Die Häfen von Gelting sind nicht wirklich gut gegen Westwind geschützt. Glauben wir, nach Betrachtung der Karten. Wir waren noch nie da. Sonderborg, da waren wir schon mal, wenn’s auch lang her ist. Langballigau (LA) waren wir noch nie, sieht gut geschützt gegen Westwind aus und man kommt von da mit Öffies nach Glücksburg und Flensburg. Zwar nur alle 2 Stunden, aber auch am Wochenende. Also LA. ( Die Abkürzung ist nicht von uns, wir haben sie hier vorgefunden. Zur Unterscheidung von Langballigholz, Langballigkaten, Langballig und anderen Langballig-Ortsteilen.)

Wegen seefahrtsunfreundlichen Wetters Ausflug zu Lande nach Glücksburg. Oder genauer, zum Schloss Glücksburg. Den Ort haben wir ausgelassen. Schon allein deshalb, weil da kein Dach drauf ist. Schloss Glücksburg also, das, wie der Name schon sagt, sowohl Schloss als auch Burg ist. Wobei die Funktion als Burg, also Festungsbau, nie gebraucht wurde, aber immerhin eingeplant war. Unten und oben Schießscharten.

Nachtrag: Der See ist künstlich, liegt deutlich über der Umgebung und bedeckt die Reste eines mittelalterlichen Klosters. Das meiste davon steckt jetzt im Schloss. Das Kloster wurde zweimal aufgelöst. Erst, weil die Brüder (Benediktiner) sich gar sündig verhielten, dann, weil die Brüder (Zisterzienser) zu katholisch und im Besitz von gutem Baumaterial waren.

Autor: cord

Hat mal Physik studiert, aber fast alles wieder vergessen. Hat jetzt altersbedingt viel Freizeit und segelt gerne. Oder macht Musik. Verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Und inzwischen zwei Enkelkinder.

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