Nieselregen und Teststäbchen

Spiekeroog bei 16 Grad, bedeckt. Hatten Auftrag, nachzusehen, ob sich in der Lagune etwas verändert hat.  Soweit man das von Land aus sehen kann: Nein. Keine Gewähr für dieRichtigkeit. Ansonsten wenig sommerlich.
Weiter nach Langeoog. Zur „Einreise“ muss man einen negativen Corona-Test vorweisen – war bei Wangerooge auch schon so. Also wieder zur Teststelle, wie schon in Bremerhaven und auf Wangerooge. Sinnvoller Weise sollte man hier beim Test die Maske tragen, aber nach unten ziehen, damit die Nase frei ist. Wenn man also bei dem Gekitzel in der Nase einem Niesreiz erliegt, bitte die Keime durch den Mund verstreuen.

Touristenkutter vor den Seehunden am Langeooger Ostende. Der darf das.


Ein Tag Langeoog, dort mit Freunden aus Bremen essen gegangen  – Wiederherstellen sozialer Kontakte heißt das jetzt. Um weiter nach Baltrum zu fahren und dort einreisen zu dürfen braucht es natürlich wieder einen Corona-Test, der nicht älter als …
Man hätte wirklich Testzentren aufmachen sollen, der Markt ist gesichert und  die Investitionen sind begrenzt. Wieder eine Chance verpasst, das große Geld zu machen.

Touristenkutter, offenbar mit Motorschaden südlich Langeoog. Der darf das eigentlich nicht, liefert aber Stoff zum Erzählen.

Laut Wetterbericht hätten wir nicht nach Baltrum segeln können, es war Flaute vorhergesagt. Stimmte aber nicht, so wurde es ein ruhiger, kalter und kurzer Törn – immer noch 16 Grad plus Nieselregen.


Und pünktlich zum Festmachen  hörte der Nieselregen auf und die Sonne kam raus. Geht doch!

Baltrum, Sonne

Granitberge und der kuriose Imperativ

Der ganze Westteil von Wangerooge Ist zur Zeit eine Baustelle. Völlig neue Gebirgsformationen erheben sich auf der Insel: Berge aus Granit. Nicht gewachsen, aufgeschüttet, um im Küstenschutz verbaut zu werden. Wangerooge hat bei den Stürmen der letzten Jahre Federn gelassen, oder besser Sand. Daher werden zur Zeit die Westseite und das westliche Ende der Nordseite mit großem Aufwand befestigt. Schließlich ist die Insel schon einmal durch Sturmfluten unbewohnbar geworden im 19. Jahrhundert. Der Sandhaken am Hafen und das Westwerk, alles nicht mehr zugänglich. Und wenn es wieder zugänglich sein wird, wird es wohl anders aussehen als der langjährige, treue Wangerooge-Besucher es kennt.

Wasserbau und Küstenschutz

Da es hier am Hafen keine Strand mehr gibt, sind wir mit dem Rad ins Dorf gefahren. Den dortigen, sozusagen den richtigen Strand gibt es noch. Auch dort sind an den Dünen deutliche Erosionsspuren zu sehen.

Und nach vielen Besuchen der Insel ist uns zum ersten Male aufgefallen, dass der eine oder andere auch schon zu Kaisers Zeiten Probleme mit dem Imperativ hatte. „Kehr wieder“ und „Kehre wieder“ sind doch nicht das Gleiche? Wollte da jemand besonders ordentlich sein? Hat der Besucher schon gekehrt, und das nicht ordentlich ? Oder muss man, der Baustelle wegen, mehrfach kehren?

Was denn ?

Und zum Beitragsbild oben: So leer sieht man den Bootshafen von Wangerooge eher selten.

Der Abend des (fast) längsten Tages