Granitberge und der kuriose Imperativ

Der ganze Westteil von Wangerooge Ist zur Zeit eine Baustelle. Völlig neue Gebirgsformationen erheben sich auf der Insel: Berge aus Granit. Nicht gewachsen, aufgeschüttet, um im Küstenschutz verbaut zu werden. Wangerooge hat bei den Stürmen der letzten Jahre Federn gelassen, oder besser Sand. Daher werden zur Zeit die Westseite und das westliche Ende der Nordseite mit großem Aufwand befestigt. Schließlich ist die Insel schon einmal durch Sturmfluten unbewohnbar geworden im 19. Jahrhundert. Der Sandhaken am Hafen und das Westwerk, alles nicht mehr zugänglich. Und wenn es wieder zugänglich sein wird, wird es wohl anders aussehen als der langjährige, treue Wangerooge-Besucher es kennt.

Wasserbau und Küstenschutz

Da es hier am Hafen keine Strand mehr gibt, sind wir mit dem Rad ins Dorf gefahren. Den dortigen, sozusagen den richtigen Strand gibt es noch. Auch dort sind an den Dünen deutliche Erosionsspuren zu sehen.

Und nach vielen Besuchen der Insel ist uns zum ersten Male aufgefallen, dass der eine oder andere auch schon zu Kaisers Zeiten Probleme mit dem Imperativ hatte. „Kehr wieder“ und „Kehre wieder“ sind doch nicht das Gleiche? Wollte da jemand besonders ordentlich sein? Hat der Besucher schon gekehrt, und das nicht ordentlich ? Oder muss man, der Baustelle wegen, mehrfach kehren?

Was denn ?

Und zum Beitragsbild oben: So leer sieht man den Bootshafen von Wangerooge eher selten.

Der Abend des (fast) längsten Tages
cord

Autor: cord

Hat mal Physik studiert, aber fast alles wieder vergessen. Hat jetzt altersbedingt viel Freizeit und segelt gerne. Oder macht Musik. Verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Und inzwischen zwei Enkelkinder.

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