Die Insel der grauen Mönche

Die Insel

Da sind wir, auf der Insel der grauen Mönche. Das bedeutet der Name: Schier = grau (westfriesisch), Monnik = Mönch, Oog = Insel. Siehe auch Lange-, Spieker-, Wange-, Old- und Minsener Oog bei uns. Und das kam so: Im Mittelalter gab es hier ein Kloster, zu dem die ganze Insel gehörte. Nach der Reformation hat man das Ganze dann säkularisiert, sprich vertickert. Wurde damit Kapitalanlage (soll ja schon immer Leute gegeben haben, die nicht wussten, wohin mit dem Geld) und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach weiterverkauft. Bis die Insel als Privatbesitz bei einer deutschen Adelsfamilie landete, der sie bis zum Ende des 2. Weltkriegs gehörte. Wer das detailierter lesen möchte, findet es hier.

Die Mönche

Die grauen Mönche treten immer noch an diversen Stellen im Ortsbild des einen und einzigen Ortes auf, der wie die Insel selbst auch Schiermonnikoog heißt. Nicht als Personen, aber als Denkmal und als Verzierung von Straßenschildern oder des alte Leuchturms. Einen neuen gibt es auch, der hat aber eine Radar-Antenne oben drauf, da war kein Platz für einen Mönch. Oder es hätte wohl zu albern ausgesehen, wenn er sich immer hätte mitdrehen müssen.

Der Hafen

„Der Werner“ (siehe unten) sagt, dass man beim Hafen von Schiermonnikoog schon mal damit rechnen müsse, dass er wegen Überfüllung gesperrt sein könne, zumindest in der Ferienzeit. Wir sind, glaub ich, zum ersten Mal während der Sommerferien hier. Gesperrt ist er nicht. Der Hafenmeister beweist aber großes Geschick darin, die in der Tat begrenzte Wasserfläche optimal auszunutzen. Ganz kommt man nicht trocken von einer Seite zur anderen, aber stellenweise kommt man diesem Zustand schon recht nah. Ein bisschen Platz für Schlauchboot oder SUP-Board bewegende Kinder bleibt aber noch. Und die meiste Zeit des Tages bewegt sich auch sonst nichts. Es ist sowieso nicht genug Wasser da. Bei Niedrigwasser liegt der Hafen hoch über der trockenen Wattlandschaft.

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Autor: cord

Hat mal Physik studiert, aber fast alles wieder vergessen. Hat jetzt altersbedingt viel Freizeit und segelt gerne. Oder macht Musik. Verheiratet, zwei erwachsene Kinder. Und inzwischen zwei Enkelkinder.

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